Wie oberflächlich die Fragestellung ist, möchten wir anhand eines einfachen Beispiels verdeutlichen: Angenommen ein/e Freund/in fragt Sie was denn ein Sommerurlaub kosten würde; Können Sie ohne Kenntnis von Reisedauer, Reiseziel und der Anzahl an Reisenden eine pauschale sowie zuverlässige Antwort geben? Wahrscheinlich eher nicht. Ebenso verhält es sich mit der Frage nach den Kosten für einen Onlineshop. Wer eine seriöse und belastbare Kalkulation aufstellen möchte, benötigt schlicht weitere Informationen. Welche das sind, möchten wir Ihnen in diesem Blogartikel aufzeigen. Dabei nennen wir mögliche Kostentreiber sowie Stolpersteine, mit denen Sie sich bereits während der Planungsphase und idealerweise gemeinsam mit einer Agentur auseinandersetzen sollten. Am Ende dieses Artikels verraten wir Ihnen noch, wie wir die hohen Investitionskosten für unsere Kunden bei Bedarf erheblich reduzieren.

1. Produkte, Zielgruppe und die Systemfrage

Informationen über Ihr Sortiment und zu Ihrer Zielgruppe sind im Hinblick auf die Kosten für einen Onlineshop sehr wichtig. Um Ihnen ein passendes und skalierbares Shopsystem für Ihre Bedürfnisse zu empfehlen, müssen wir die Anzahl Ihrer Produkte sowie deren Merkmale und Eigenschaften zuverlässig einordnen können. Denn nicht jedes Shopsystem ist für jeden Anwendungsfall geeignet. Dabei kann es durchaus einen Unterschied machen, ob Sie 500 Kleidungsstücke, 5.000 Elektronikteile, Bodenbeläge, Lebensmittel oder digitale Produkte anbieten.

Die Frage nach dem richtigen Shopsystem sollten Sie sich daher so früh wie möglich stellen. Es ist empfehlenswert zur Beantwortung der Frage nach dem richtigen Shopsystem einen kompetenten Ansprechpartner einzubeziehen. Das spart Ihnen Geld und wertvolle Zeit. Um zu verdeutlichen, welche Eigenschaften und Merkmale Ihres Sortiments zur Kalkulation der Gesamtkosten von Bedeutung sind, haben wir nachfolgend einige beispielhafte Fragen an Sie:

  • Wie viele Artikel umfasst Ihr Sortiment?
  • Was für Artikel verkaufen Sie?
  • Haben Ihre Artikel Varianten wie Größe oder Farbe?
  • Welche Varianten sind möglich und wie viele Varianten sind notwendig?
  • Sind Ihre Artikel konfigurierbar?
  • Müssen Ihre Artikel mit technischen Hinweisen versehen werden?
  • Unterliegen Ihre Artikel gesetzlichen Vorschriften?
  • Verfügen Ihre Artikel über geeignetes Zubehör?
  • Verkaufen Sie physische oder digitale Produkte?
  • Können Ihre Kunden ein Abonnement abschließen?
  • Sind Ihre Artikel individualisierbar?
  • Wie versenden Sie Ihre Produkte?
  • Welche Zahlungsmethoden bevorzugt Ihre Zielgruppe?
  • Möchten Sie weitere Verkaufsplattformen wie Ebay, Amazon, Google Shopping, ... nutzen?
  • ...

Diese und weitere Fragen sind Teil der Beratung durch einen kompetenten Dienstleister. Ihre Antworten haben zum Teil direkte oder indirekte Auswirkungen auf den Funktionsumfang und damit auch auf die Anschaffungskosten Ihres Onlineshops. Aber natürlich ist nicht jedes Feature für Ihren Shop zwingend erforderlich, aber dazu mehr im nächsten Punkt.

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2. Welche Funktionen braucht Ihr Onlineshop und welche sind lediglich "nice to have"?

Ein Großteil der Anforderungen an Ihren Onlineshop definiert sich durch das Sortiment sowie die Wünsche & Anforderungen der Zielgruppe von ganz alleine. So kann eine Integration von Produktfiltern für Größe, Farbe, Preis oder Hersteller unumgänglich sein. In manchen Fällen ist ein digitaler Produktberater sinnvoll, in anderen Fällen eine Einkaufsliste für die wiederkehrende und automatische Bestellung von Verbrauchsartikeln.

Auch Ihre unternehmerischen Ziele und bestehende Strukturen können sich auf den Funktionsumfang Ihres Onlineshops auswirken (z.B. Reseller-Login, Schnittstellen, Online-Ratgeber, Live-Chat, ...). Die Bandbreite der Anforderungsspezifikationen ist in jedem Fall sehr breit gefächert und stets individuell zu beurteilen. So kann es sein, dass einige Funktionen zu den Standardfunktionen des gewählten Shopsystems gehören, während andere wiederum den Erwerb und die Installation eines kostenpflichtigen Plug-Ins erfordern. In beiden Fällen ist jedenfalls eine Konfigurations- und Testphase notwendig. In manchen Fällen kann auch die individuelle Programmierung der gewünschten Funktion notwendig sein.

Aufgrund der Vielfalt an möglichen Funktionen und Lösungswegen ist es in jedem Fall ratsam im Vorfeld eine Anforderungsanalyse mit einem kompetenten Dienstleister durchzuführen. Wichtig: Sprechen Sie dabei auch immer offen über Ideen, Wünsche, Abläufe und Gedanken, die Sie umtreiben. In einer Anforderungsanalyse werden die Anforderungsspezifikationen gemeinsam erarbeitet. Dabei gilt es sowohl Ihre Bedürfnisse und Anforderungen als auch die Ihrer Benutzer zu erarbeiten. Aber denken Sie immer daran: "Keep it simple, stupid". Setzen Sie nur die Funktionen und Erweiterungen ein, die wirklich notwendig sind, um Ihren Kunden und Ihren Abläufen gerecht zu werden und Ihre Ziele zu erreichen. Je höher die Anzahl der installierten Erweiterungen, desto größer die Gefahr, dass bereits einfache Systemupdates zur Hürde werden. Randnotiz: Stellen Sie vor dem Update Ihres Shopsystems immer sicher, dass alle installierten Erweiterungen bereits mit der neuen Version des Onlineshops kompatibel sind. Zur Vertiefung haben wir Ihnen nachfolgend einige gängige Funktionen beispielhaft aufgeführt:

  • Online-Produktberater
  • Blog/ Ratgeber
  • Stylebook/ Inspiration/ Lookbook
  • Live-Chat inkl. Chat-Bot
  • Cross- & Upselling
  • Angebots-Countdown
  • Versandkostenfreie Lieferung
  • Produktvergleich
  • Wunschlisten / Merklisten
  • Abonnements
  • Dropshipping
  • Versand digitaler Produkte
  • Multishop-Funktion
  • Individualisierbare Kundengruppen
  • B2B-Kundenzugang
  • Mehrsprachigkeit
  • Kundengruppenbezogene Rabattsysteme
  • Anbindung an Ebay, Amazon und Co.
  • Newsletter-Funktion
  • Gutscheine, Promotion & Staffelpreise
  • Digitale Rechnungen im Kundenordner
  • ...

3. Template (Design) des Onlineshops

Wenn die Frage nach dem Shopsystem geklärt ist und die Anforderungsspezifikationen erarbeitet wurden, können wir uns nun dem Design Ihres Onlineshops zuwenden. Dabei sind die Ziele und Vorgaben Ihres Unternehmens wichtig. Muss ein bestimmtes Look-and-Feel entstehen, welche Werte sollen transportiert werden oder möchten Sie einfach durch ein spektakuläres Design auffallen? Möchten Sie vielleicht schnellstmöglich starten und bevorzugen daher eine kostengünstige Variante und sind bereit einen Kompromiss hinsichtlich der Individualität des Designs einzugehen? Grundsätzlich ist fast alles möglich. Die Kosten für das Design sind stark mit dem Grad der Individualisierung verbunden. Je individueller das Front-End Ihres Onlineshops auf Sie zugeschnitten ist, desto höher ist der Aufwand für Konzeption, Gestaltung und Entwicklung seitens der Agentur. Im Umkehrschluss erhalten Sie allerdings eine passgenaue sowie nachhaltige Lösung, die sich langfristig erweitern und optimieren lässt. Ein nicht ganz unwesentlicher Faktor ist die Bedienbarkeit (Usability) Ihres Onlineshops. Die Grundlage für einen benutzerfreundlichen Shop wird bereits in der Konzeption gelegt. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen – wählen Sie einen geeigneten Partner und sparen Sie sich nachträglichen Aufwand in der Optimierung Ihrer Usability.

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Ob Shopware oder WooCommerce für WordPress: Wir unterstützen Ihr eBusiness mit professionellen Shoplösungen und höchsten Ansprüchen an Design, Usability, Conversion- und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Darüber hinaus erarbeitet unser zehnköpfiges Team mit Ihnen eine passende Marketingstrategie. Auch nach dem dem Go-Live Ihres Onlineshops sind wir mit einer passenden Online-Marketing Strategie für Sie da.

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4. Anbindung an Warenwirtschaftssystem (WaWi) oder ERP-System

Wie kommen Ihre Artikel in den Onlineshop? Haben Sie ein ERP-System im Einsatz oder planen Sie die Einführung eines solchen Systems?

Hinweis: Die Begriffe Warenwirtschaftssystem (WaWi; WWS) und Enterprise Resource Planning-System (ERP) benutzen wir für eine bessere Verständlichkeit gleichbedeutend.

Einige Unternehmen möchten ihr vorhandenes System via Schnittstelle an den neuen Onlineshop anbinden. Ein automatischer Abgleich der Artikelstammdaten und Bestellinformationen zwischen ERP-System und Onlineshop ist die optimale Lösung, aber leider nicht immer praktikabel. Das ist meist dann der Fall, wenn ein lokal betriebenes System mit dem Unternehmen gewachsen ist und über viele Jahre individuell weiterentwickelt und an neue Herausforderungen angepasst wurde. Diese Hürde ist oftmals nur durch eine individuell entwickelte und zumeist auch kostenintensive Schnittstelle zu nehmen. Existiert bereits eine kompatible Standard-Schnittstelle für Ihre Kombination aus Onlineshop und ERP-System, so zögern Sie nicht – setzen Sie die Schnittstelle ein! Falls Sie mit dem Onlineshop erstmals ein Warenwirtschaftssystem einführen oder Ihr altes System ersetzen möchten, finden Sie mittlerweile einige moderne Lösungen inkl. passender Schnittstellen am Markt. In diesem Fall nutzen Sie das Projekt als Neustart und beginnen Sie ohne blockierende Altlasten. Berücksichtigen Sie dabei aber bitte, dass Sie ausreichend viele Ressourcen für die Planung und die Migration der Daten bereitstellen können.

Nutzt ein Unternehmen aus verschiedenen Gründen kein ERP-System oder scheut die Kosten für eine individuelle Schnittstelle zum Onlineshop, bleiben zwei Möglichkeiten: Der Artikelimport per CSV-Datei und die manuelle Produktpflege im Backend des Onlineshops. Insbesondere bei vielen Artikeln und einem Sortiment mit hoher Fluktuation ist letzteres nicht zu empfehlen. Haben Sie lediglich ein kleines Sortiment mit wenig Veränderungen, ist eine manuelle Pflege sicherlich möglich. Unabhängig von Ihrer individuellen Konstellation und den möglichen Kosten für Schnittstelle und ERP-System gilt: Sowohl bei einem Abgleich via Schnittstelle als auch bei einem CSV-Import sind im Rahmen der Erstellung eines Onlineshops Vorbereitungen durch Sie und Ihren Dienstleister zu treffen und intensive Tests durchzuführen. Nur so kann eine reibungslose Kommunikation zwischen Warenwirtschaft und Onlineshop gewährleistet werden.

5. Zahlungsdienstleister, wie sollen Ihre Kunden bezahlen?

Wie sollen Ihre Kunden die gekauften Artikel bezahlen? Vernachlässigen Sie eine Zahlungsoption, laufen Sie Gefahr die Anzahl der Kaufabbrüche im Bestellprozess zu erhöhen; Binden Sie alle vorhandenen Möglichkeiten ein, steigt Ihr Administrationsaufwand und Sie blähen den Bestellprozess Ihres Onlineshops womöglich auf. Sie sollten daher auf gängige Methoden setzen und diese bei Bedarf durch zielgruppenspezifisch erforderliche Zahlungsmethoden ergänzen.

Die Integration von Zahldienstleistern erfordert die Installation & Konfiguration von Plug-Ins. Zudem fallen, je nach Anbieter, unterschiedlich hohe Transaktions- oder Grundgebühren an. Lassen Sie sich dahingehend frühzeitig beraten.

6. Online-Marketing

Sobald Ihr Shop online ist, soll er fleißig Umsatz generieren. Und schon sehen Sie sich mit dem Thema Online-Marketing konfrontiert, denn wer verkaufen will braucht Traffic und Multiplikatoren. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass es gewisse Maßnahmen gibt, die sinnvoller Weise direkt im Zuge der Erstellung eines Shops durchgeführt werden: Sowohl bei der Erstellung eines neuen Onlineshops (Sie möchten Rankings erzielen um gefunden zu werden) als auch beim Re-Design eines bestehenden Shops (Sie möchten die erzielten Rankings erhalten und ausbauen) gibt es wichtige Stellschrauben für die Sie ein Budget einplanen sollten. Um nur ein paar dieser möglichen Maßnahmen zu nennen:

  • Meta-Angaben
  • Anlegen von Re-Writes beim Re-Design
  • Sprechende URLs
  • Optimieren der Artikelbeschreibungen
  • Interne Querverweise
  • ...

Hinweis: Onlineshops sind immer unterschiedlich, weshalb eine pauschale Aussage zu den Kosten für das Online-Marketing nicht getroffen werden kann. Allerdings empfehlen wir Ihnen das Online-Marketing frühestmöglich zu berücksichtigen. Sparen Sie nicht am falschen Ende und lassen Sie sich vor der Erstellung eines neuen Onlineshops von einer erfahrenen Agentur beraten und holen Sie ein entsprechendes Angebot ein. Darüber hinaus ist das Online-Marketing ein langfristiger Prozess, dessen Erfolg von verschiedenen Faktoren abhängt:

  • Manpower
  • Budget
  • Ziele
  • Zeit

Unabhängig davon, ob Sie das Online-Marketing langfristig intern abdecken oder extern vergeben, sollte es eine feste Position in Ihren Planungen sein. Angesichts der Anschaffungskosten und der vielen Arbeitsstunden wäre es schade, wenn Sie Ihre Zielgruppe nicht erreichen könnten. 

Hinweis: Machen Sie sich nicht abhängig von der Paid Search (bezahlte Suche) sowie den Diensten von Drittanbietern (dazu mehr im nächsten Abschnitt). Es ist erstrebenswert einen guten Mix aus organischem Ranking, Multiplikatoren sowie der bezahlten Platzierung in den Suchmaschinen zu erlangen.

7. Plattformen als Multiplikatoren

Wie im vorangegangenen Punkt angedeutet, können Multiplikatoren ein wichtiges Hilfsmittel sein, um Ihre Verkäufe anzukurbeln und dem Internet zu zeigen, dass es Sie und Ihren Webshop gibt. Es gibt unterschiedliche Varianten von Multiplikatoren, wir konzentrieren uns in diesem Fall jedoch auf die folgenden zwei Kerngruppen:

  • Preisvergleichs-Plattformen wie Idealo.de, Billiger.de & Co.
  • Verkaufsplattformen wie Ebay, Amazon & Google Shopping

Ein entscheidender Vorteil liegt darin, dass Sie mit Ihren Produkten schlagartig mehr Nutzer erreichen. Selbst dann, wenn Sie kein Online-Marketing betreiben, können Sie Mithilfe dieser Angebote schnell erste Umsätze generieren – vorausgesetzt Ihre Preise sind wettbewerbsfähig. Wenn dem so ist, sollten Sie die Chancen dieser Portale für sich nutzen. Der Service dieser Plattformen ist allerdings nicht kostenlos. Nehmen Sie ein entsprechendes Budget in Ihre Planungen auf. Außerdem ist es ratsam mehrgleisig zu fahren. Wenn Sie Ihre Umsätze ausschließlich über solche Anbieter generieren, riskieren Sie eine Abhängigkeit. Je weniger Kanäle Sie dabei für Ihre Einnahmen haben, desto größer ist die Gefahr der Abhängigkeit.

Wir empfehlen einen gesunden Mix aus Multiplikatoren, organischem Ranking und der Suchmaschinenwerbung (SEA). So können Sie Ihre Umsätze auf verschiedene Kanäle verteilen und bleiben flexibel gegenüber Preis- und Gebührenanpassungen. Idealerweise stimmen Sie Ihr Vorhaben mit Ihrer Agentur ab, sodass die Nutzung der Drittanbieter mit Ihrem Online-Marketing abgestimmt werden kann.

8. Laufende Kosten & Support

Ein Onlineshop im Live-Betrieb verursacht Kosten verschiedener Art, die wir Ihnen gerne in Form einer Liste aufzeigen:

  • Rechtsberatung
  • Zertifizierung (z.B. Trusted Shops)
  • Datenschutzbeauftragter
  • Gebühr für Zahlungsdienstleister
  • Support, Betreuung & Entwicklung (Fehlerbehebung, Updates, Weiterentwicklung, ...)
  • Online-Marketing (SEO, SEA, SEM, ...)
  • Multiplikatoren (Ebay, Amazon, Idealo, ...)
  • Hosting des Shops
  • Technischer Support
  • Wartung
  • Lizenzkosten für den Shop und Plug-Ins
  • SSL-Zertifikat

9. Rechtsberatung

Eine Prüfung Ihres Onlineshops durch eine Rechtsanwaltskanzlei ist nicht zwingend erforderlich. Sofern Sie sich jedoch nicht eigenständig in rechtliche Themen einlesen und möglichen Abmahnungen vorbeugen möchten, sollten Sie einen Fachanwalt mit der Prüfung Ihres Shops beauftragen. Neben Impressum, Datenschutz und Bestellprozess prüft eine Kanzlei weitere rechtliche Belange wie beispielsweise die Preisangabenverordnung. Die Kosten für solch eine Prüfung belaufen sich je nach Umfang und Region auf ca. 300 – 800 €. Für eine verbindliche und genaue Auskunft sprechen Sie bitte mit einem Fachanwalt. Seit dem 18.05.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Seither ist der Datenschutz im EU-Recht verankert, um die Daten der Verbraucher besser zu schützen und Missbrauch zu verhindern. Auch wenn der Datenschutz in Deutschland bereits etwas strenger war, sind seit des Inkrafttretens der DSGVO einige neue Punkte zu berücksichtigen. Wir empfehlen Ihnen daher einen Datenschutzbeauftragten zu konsultieren.

10. Was kostet ist ein Onlineshop nun wirklich

Lange Rede, kurzer Sinn ... Sie ahnen die Antwort wahrscheinlich bereits: Es kommt ganz darauf an! Nichts­des­to­trotz möchten wir Sie nicht ohne eine, zumindest unverbindliche, Antwort ziehen lassen. Zunächst lässt sich zusammenfassen, dass Onlineshops immer auf die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse der Betreiber sowie deren Kundengruppe zugeschnitten und alleine dadurch eine recht kostspielige Angelegenheit sind. Ein großer Teil der Kosten entsteht durch die Dienstleistungen einer Agentur. Diese setzen sich meist aus folgenden, vereinfacht dargestellten Positionen zusammen:

  • Bratung & Konzeption
  • Eventuelle Lizenzkosten für das Shopsystem
  • Installations- & Einrichtungskosten
  • Gestaltung eines individuellen Layouts
  • Entwicklung des Templates
  • Etwaige Kosten für benötigte Plug-Ins
  • Bei Bedarf: Schnittstelle zum ERP oder anderweitiger Import
  • Artikelimport falls keine Schnittstelle gewünscht oder vorhanden ist

Gute, schlanke Shops lassen sich auf Basis von WordPress in Kombination mit WooCommerce verhältnismäßig günstig ab 6.000 € realisieren. Diese Lösung funktioniert, ist aber nicht in jedem Fall sinnvoll und nachhaltig. Entsprechende Gründe haben wir in 1) genannt. Bei einer professionellen E-Commerce Lösung auf Basis von Shopware summieren sich die Kosten auf etwa 17.000 bis 20.000 €. Wird zudem eine Standard-Schnittstelle zum Warenwirtschaftssystem, eine Zertifizierung oder die Anbindung zu Portalen wie Idealo, Ebay oder Amazon gewünscht, macht sich das im Preis bemerkbar: Sie müssen dann mit 18.000 bis 28.000 € kalkulieren. Ungeachtet der Systemwahl kommen in beiden Fällen zusätzlich kurzfristige sowie langfristige Kosten (z.B. Support, Marketing, Drittanbieter, ...) auf Sie zu, wie wir in 8) für Sie aufgelistet haben.

11. Fazit

Klar, ein Onlineshop kostet Geld. Auch sind die Kosten in Summe teilweise nicht ganz unerheblich, aber wenn Ihr Produkt potential hat und Ihre Preise wettbewerbsfähig sind, sollten Sie sich von diesen hohen Investitionskosten nicht abschrecken lassen. Insbesondere, wenn Sie bereits ein funktionierendes Geschäft und die dazugehörigen Strukturen haben, bringen Sie gute Vorraussetzungen mit. Suchen Sie frühzeitig das Gespräch und lassen Sie sich unverbindlich beraten. Fragen kostet nichts. Achten Sie darauf, dass Sie für Ihr E-Commerce Projekt von Beginn an einen Ansprechpartner mit einem interdisziplinären Team aus Experten an Ihrer Seite haben.

So reduzieren wir die Kosten für Ihr E-Commerce Projekt

Versprochen ist versprochen! Daher möchten wir Ihnen abschließend noch verraten, wie wir die Investitionskosten für unsere Kunden gering halten und die Entwicklung langfristig sicherstellen: Für engagierte und motivierte Kunden haben wir ein flexibles und erfolgsbasiertes Vergütungsmodell entwickelt, das gemeinsamen Wachstum gewährleistet. So konnten wir einigen Kunden bereits einen kostenloses Onlineshop zur Verfügung stellen und langfristig, gemeinsam wachsen. Sollte dieses Modell auch für Sie Infrage kommen, sprechen Sie uns gerne an.

Sprechen Sie uns an

12. Ein letzter Tipp

Achten Sie bei der Wahl Ihres Dienstleisters auf die nötige interdisziplinäre Weitsicht. Suchen Sie sich einen Partner, der sich nicht ausschließlich mit dem Design und der Entwicklung Ihres Shops beschäftigt, sondern auch ein entsprechendes Know-How in den Bereichen Online-Marketing, Technik und Usability-Engineering mitbringt. Kommt dieses Wissen bereits in der Konzeptionsphase zusammen, profitieren Sie frühzeitig und sparen langfristig Zeit und Geld. Ein Onlineshop wächst mit den Jahren, er nimmt an Komplexität zu, es werden Abläufe optimiert, Problemzonen identifiziert und aus den Erfahrungen und Erkenntnissen über die Benutzer ergeben sich neue Chancen wie auch Anforderungen. Wer seinen Shop langfristig entwickeln und optimieren möchte, sollte daher immer auch ein Budget für die langfristige Betreuung durch einen kompetenten Ansprechpartner einplanen. Haben Sie einen strategischen Partner bereits von Anfang an mit im Boot, vereinfacht dies die Zusammenarbeit.