Grafik Ladezeit Webseite
istockphoto.com: ©dolphfyn

Die Optimierung einer Website auf die aktuellsten Versionen der am Markt etablierten Webbrowser gehört heute zum Standard und erfordert einen nicht unerheblichen Aufwand. Welche Bedeutung und Probleme ältere Webbrowser bei der Webentwicklung mit sich bringen und wie diese Problematik zustande kommt, erklären wir Ihnen heute.

Mit der weiterhin steigenden Zahl mobiler Endgeräte nimmt das Testen auf verschiedenen Betriebssystem- und Webbrowserversionen immer mehr Zeit ein. Jede mögliche Konstellation (aus Geräten, Browsern und entsprechenden Versionen) zu testen ist inzwischen unmöglich. Wir testen daher die von uns erstellten Webseiten grundsätzlich auf den aktuellen Webbrowsern sowohl unter Windows als auch am Mac. Für reaktionsfähige Webseiten wird der Test auf Smartphones und Tablets der aktuellen iOS und Andorid Version, sowie der jeweiligen Vorgänger Version, mit dem Standardbrowser des Systems vorgenommen.

Unterschiedliche Darstellung auf verschiedenen Geräten

Durch die verschiedenen Rendering-Engines der Browserhersteller kommt es dazu, dass die Webbrowser HTML und CSS unterschiedlich interpretieren. Bei aktuellen Webbrowsern ist dies nur selten ein Problem, da sie alle sehr ähnlich die Auszeichungen verarbeiten und sich lediglich in kleinen Details unterscheiden. Diese sind zum Teil durch das Betriebssystem bedingt, wie beispielsweise die unterschiedliche Darstellung von Schriften zwischen Windows und Mac. Während Schriften auf einem Mac eine Katenglättung verpasst bekommen und immer schön rund und weich aussehen, ist dies bei Windows nicht der Fall, dies kann zu kantigen und nicht ganz so hübsch dargestellten Schriften führen. Insbesondere beim Einsatz der inzwischen sehr beliebten, weil individuelleren, Webfonts fällt dies auf und lässt sich meist nur durch die Wahl einer anderen Schriftart beheben.

Bei Verwendung von älteren Webbrowsern ist es nicht möglich Elemente aktueller Webstandards wie HTML5 oder CSS3 zu verwenden. Eine Webseite sieht auf einem alten Webbrowser daher oft nicht so detailliert und hübsch gestaltet aus, wie dies auf einem aktuellen Browser der Fall ist, da dies technisch nicht möglich ist. Woher sollten die Browserhersteller vor Jahren auch wissen welche Standards 2014 eingesetzt werden. Eine Abwärtskompatibilität ist daher bei der Optik einer Website immer mit gewissen Einschränkungen verbunden. Hier kann es beispielsweise vorkommen, dass abgerundete Ecken eines Buttons eckig dargestellt werden oder Schattierungen nicht dargestellt werden. Abgesehen von der Optik ist uns bei der Optikierung auf ältere Webbrowser wichtig, dass die Inhalte dargestellt und vernünftig gelesen werden können. Ebenso muss die Navigation über die gesamte Website hinweg funktionieren und auch Formualre so gestaltet sein, dass diese mit veralteten Webbrowsern verwendet werden können.

Das eigentliche Problem stellt der Internet Explorer von Microsoft dar

Viele Browserhersteller sind dazu übergegangen die Nutzer Ihrer Browser auf neue Versionen hinzuweisen und dafür zu sorgen, dass diese immer auf dem aktuellen Stand sind. Dieser Umstand ist für die Webentwicklung optimal. Bei Webbrowsern wie Google Chome, Mozilla Firefox, Opera oder Apple Safari muss man sich kaum Gedanken machen. Hier reicht es aus auf die aktuelle und eine vorherige Version zu optimieren.

Leider ist es bei Microsoft so, dass der Internet Explorer eng mit dem Betriebssystem Windows verbunden ist. Das hat zur Folge, dass Benutzer einer älteren Windows Version nur selten einen aktuellen Internet Explorer nutzen. Besonders in Unternehmen kommt es vor, dass spezielle Software für ein entsprechendes Betriebssystem entwickelt wurde oder aber vorgegeben ist welches Betriebssystem und welcher Webbrowser genutzt werden müssen. Oft handelt es sich dabei dann um recht alte Versionen, beispielsweise den sechs Jahre alten Internet Explorer 8.

Wie wir bei Netzkunst24 mit dem Webbrowser-Problem umgehen

Die Versionen des Internet Explorer 7 und älter werden von uns seit dem Ende des Supports von Windows XP im April 2014 nicht mehr berücksichtigt. Immerhin wurde dieser Webbrowser bereits 2006 veröffentlicht und ist somit über 8 Jahre alt. Selbst Microsoft ist inzwischen bei dem Internet Explorer 11 angekommen, welcher 2013 veröffentlicht wurde und die Veröffentlichung von Version 12 steht kurz bevor. Sofern es sinnvoll erscheint, aufgrund hoher Zugriffszahlen der veralteten Webbrowser, bieten wir unseren Kunden auch eine Optimierung der Webseite auf diese Webbrowser an.

Identifikation der eingesetzen Webbrowser durch Google Analytics

Ob die Optimierung auf ältere Webbrowser sinnvoll ist oder nicht, hängt stark von der Zielgruppe und der eingesetzten Hardware bezeihungsweise Betriebssysteme und damit verbunden den Webbrowsern ab. Durch die Integration von Google Analytics kann analysiert werden mit welchen Webbrowsern die Benutzer einer Webseite im Internet unterwegs sind und anhand dieser Statistik kann dann entschieden werden ob es sinnvoll ist den Optimierungsaufwand zu betreiben oder ob man diese Zeit sinnvoller in eine Optimeirung für mobile Endgeräte investiert, denn diese steigen in der Verbreitung stetig, was bei alten Webbrowsern hingegen nicht der Fall ist.