Nutzer mit Mobiltelefon
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Mobile Internetnutzung - 48 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung

Gemäß der Studie der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) nutzten im zweiten Quartal 2014 bereits 34,06 Millionen Deutsche das Internet mindestens ein Mal mobil. Das entspricht ca. 48 Prozent der deutschsprachigen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren.

Das AGOF Mobile Universum

Geschlecht und Alter der mobilen Internetnutzer

Die Studie hat ebenfalls ergeben, dass 55 % der Nutzer männlich und 45 % weiblich sind. 65,4 % sind zwischen 20 und 49 Jahren alt.

Soziodemografische Daten mobiler Internetnutzer

Art der Nutzung

Aus der Studie geht zudem hervor, dass 77 % der Nutzer häufig oder zumindest gelegentlich Online-Suchmaschinen wie Google oder Bing nutzen. Circa 50 % holen sich aktuelle Nachrichten ein und gut 48 % tätigen Online-Einkäufe. Zu den beliebtesten Produktgruppen (Grundlage sind Käufe in den letzten 12 Monaten) zählen:

  • Apps
  • Bücher
  • Schuhe
  • Damenbekleidung
  • Bahntickets
  • Herrenbekleidung
Diagramm mobile Nutzung
Diagramm mobile Nutzung

Die mobile Nutzung des Internets im europäischen Vergleich

34 Millionen Menschen nutzen das Internet mobil - was viel klingt ist im westeuropäischen Vergleich jedoch relativ gering. Mit 44,6 % (der deutschen Gesamtbevölkerung) liegt Deutschland nur knapp vor Italien (42,7 %) weit hinten. Spitzenreiter sind die Skandinavier Norwegen 63,5 %, Schweden 57,9 % und Dänemark 59,7 %. Aber auch Großbritannien und die Niederlande sind mit deutlich über 50 % weit vor Deutschland.

Bis 2017, so Prognosen, wird die Zahl der Nutzer des mobilen Internets in Deutschland um weitere 26,2 % auf ca. 70 % der deutschen Gesamtbevölkerung steigen. Eine Entwicklung die besonders für Einzelhändler und Onlineverkäufer, aber auch für kleine und mittelständische Unternehmen, von großer Bedeutung sein wird.

Tabelle mobile Nutzung Europaweit

Auswirkungen der mobilen Internetnutzung auf Unternehmen und ihre Websites

Aufgrund der steigenden Anzahl an Nutzern, die das mobile Internet regelmäßig nutzen, wird es für Unternehmen immer wichtiger die Berdürfnisse und Anforderungen dieser Benutzergruppen abzudecken, jedoch ohne die Bedürfnisse der Desktop-PC Nutzer zu vernachlässigen. Für mobile Endgeräte angepasste Darstellungen der Websites, verbesserte Ladezeiten, intuitive und zielführende Navigationsstrukturen sollten in jedem Unternehmen ein wichtiges Thema sein.

Auch wenn viele B2B-Kunden ihre Recherchen und Einkäufe noch über Desktop-PCs tätigen, werden auch in diesem Segment immer mehr mobile Endgeräte zum Einsatz kommen.

Fragen mit denen Sie sich in diesem Zusammenhang auseinandersetzen sollten:

  • Welche Inhalte wollen die mobilen Nutzer sehen
  • Welches Ziel verfolgen mobile Nutzer
  • Greifen die Nutzer von zuhause oder unterwegs auf unsere Website zu
  • Können wir diese Benutzergruppe individuell ansprechen
  • Funktionieren unsere Kampagnen und Interaktionsaufforderungen auch auf mobilen Endgeräten

Google reagiert auf die Verbreitung von mobilen Endgeräten

Auch Google reagiert entsprechend und führt das mobile-friendly Label ein. Nutzer können künftig sehen, welche Websites für die Darstellung auf mobilen Endgeräten geeignet sind. Wer seine Website also nicht dahingehend optimiert, erhält kein Label. Auch mit einer schlechteren Platzierung in den Suchergebnissen ist dann zu rechnen. Für 2015 sollten Sie sich also Ihrer Pflicht als Unternehmer bewusst sein und eine Anpassung auf mobile Endgeräte vornehmen.

Chancen statt Pflichten

Sehen Sie die Anpassung als Chance Ihre Kunden künftig wieder individueller anzusprechen. Seien Sie kreativ und entdecken Sie die Marketing-Möglichkeiten der neuen Zeit.